WISCHHAFEN sh · Von Familie zu Familie, das war den bisherigen Eignern wichtig. Und so konnte Hildegard Both-Walberg mit einem Lächeln das Steuerruder symbolisch auf der Fähre Glückstadt-Wischhafen den neuen Eignern Birte Dettmers und Tim Kunstmann von der FRS übergeben. Sie stellen seit Jahren die erfolgreiche Geschäftsführung der beiden Linien FRS Helgoline und FRS Syltfähre und bringen jahrzehntelange Erfahrungen im Bereich Fährschifffahrt mit, sowohl im Urlaubersegment als auch im gewerblichen Verkehr.
So wird ein reibungsloser Übergang ermöglicht. Auch die langjährigen und erfahrenen Mitarbeiter an Land und an Bord sind für Dettmers und Kunstmann eine wichtige Säule, um den Fährbetrieb in bekannt verlässlicher Art und Weise zu betreiben. Personal und Technik bleiben unangetas­tet. „Ja auch die Bockwurst bleibt“, so Birte Dettmers. Das sei schließlich, verrät sie, tatsächlich die meistgestellte Frage der Passagiere gewesen.
Als ein Spezialist im Bereich der Fährschifffahrt stellt sich FRS auch der Frage der Verantwortung gegenüber der Umwelt und der Regionen. Neue Antriebsmodelle, Umbauten von Motoren, alternative Treibstoffe – all diese Entwicklungen verfolgt FRS intensiv und setzt bereits in zahlreichen Verkehren auf umweltfreundliche Antriebstechniken. Mit dem Tochter­unternehmen Weiße Flotte betreibt FRS batteriebetriebene Solarschiffe in Berlin. Die FRS Syltfähre setzt seit November 2019 zusätzlich auf eine LNG angetriebene Fähre nach Sylt. Darüber hinaus betreibt FRS mit den Tochterunternehmen FRS Windcat Offshore Logistics Offshore-Versorgungsschiffe und ist somit Teil der Energiewende Deutschlands.
Die Bedeutung der Fährverbindung ist groß. Seit 1919 verbindet die Elbfähre Schleswig-Holstein und Niedersachsen miteinander. Zwischen Glückstadt und Wischhafen pendeln ganzjährig bis zu vier Fähren und sind im Zuge der B 495 mitein­ander verbunden. Über 500 internationale Speditionen nutzen die Elbfähre als Alternative zum Hamburger Elbtunnel. Auch Urlauber, Tagesausflügler, Radfahrer und örtliches Gewerbe sowie die Landwirtschaft sehen die beliebte Fährlinie als short-cut zwischen den beiden nördlichen Bundesländern. Die Elbfähre transportiert jährlich rund 600.000 Fahrzeuge.

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