SCHWANEWEDE re · Auf der BAB 27 in Richtung Cuxhaven, zwischen den Anschlussstellen Ihlpohl und Schwanewede, kam es am Samstagabend zu einem folgeschweren Verkehrsunfall. Ein 19-jähriger Fahranfänger aus Bremen fuhr mit seinem BMW und hoher Geschwindigkeit auf zwei Pkw auf, die sich gerade in einem Überholvorgang befanden. Nach bisherigem Ermittlungsstand bremste der 19-Jährige nicht ab, sondern versuchte, den auf dem Hauptfahrstreifen fahrenden Seat einer 40-jährigen Bremerin rechts, auf dem Standstreifen, zu überholen.
Hierbei kollidierte er mit dem Heck des Seats (Foto: Polizei). Die Bremerin wurde durch den erheblichen Geschwindigkeitsüberschuss des BMW erst nach rechts in die Seitenschutzplanke, anschließend nach links in die Mittelschutzplanke und wieder auf den Hauptfahrstreifen geschleudert. Durch die erhebliche Aufprallenergie und den darauffolgenden Kollisionen mit den Schutzplanken wurde der Seat derart gestaucht und deformiert, dass die 40-Jährige in ihrem Fahrzeug eingeklemmt wurde und von den Rettungskräften der Freiwilligen Feuerwehren Stendorf und Ihlpohl mit schwerem Gerät befreit werden musste. Bei dem Unfall erlitt die Fahrerin schwere Verletzungen und wurde mit Rettungswagen, unter notärztlicher Begleitung, in ein Bremerhavener Krankenhaus gebracht. Der Bremer und seine zwei Beifahrer wurden leicht verletzt und mit einem Rettungswagen in ein Bremer Krankenhaus gebracht. Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft wurden bei dem 19-Jährigen der Führerschein und das Smartphone beschlagnahmt.
Weiter wurde ein Kfz-Sachverständiger hinzugezogen, um den Unfallhergang gutachterlich zu rekonstruieren. Hierzu wurden auch beide unfallbeteiligten Wagen beschlagnahmt. Zur Spurensicherung und Rekonstruktion des Unfallherganges sowie zur Bergung der Pkw und der Beseitigung des 200 Meter langen Trümmerfeldes war die Richtungsfahrbahn Cuxhaven an der Unfallstelle für über sieben Stunden gesperrt.

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