ELBE-WESER re · Die heterogene Wirtschaftsstruktur zeichnet den Elbe-Weser-Raum aus und ist zugleich seine große Stärke. Die Unternehmenslandschaft ist geprägt durch mittelständische Firmen. Aber auch globale Konzerne sowie Kleinstunternehmen genießen die Vorzüge der Region zwischen den Metropolen Bremen und Hamburg. Die aus dieser Diversität gewachsene Stärke und Robustheit ist jedoch zunehmend gefährdet. So erleiden beispielsweise Unternehmen im ländlichen Raum aufgrund unzureichender Internetversorgung Wettbewerbsnachteile gegenüber ihren Mitbewerbern in städtischen Gebieten.
Gerade in wirtschaftlich schwierigen Phasen, zum Beispiel der Finanzmarktkrise 2008 oder der aktuellen Corona-Pandemie, zeigt sich die Bedeutung eines stabilen Fundaments aus attraktiven Standortfaktoren für Wirtschaft und gesellschaftliches Miteinander. „Regionale Disparitäten können unter anderem zu Wettbewerbsverzerrungen sowie zu Fachkräfteabwanderungen führen und eine sich selbst verstärkende Abwärtsentwicklung in Gang setzen. Der Abbau regionaler Disparitäten wirkt stabilisierend. Das gilt aber nicht nur in Krisensituationen.“, weiß Holger Bartsch, Hauptgeschäftsführer der IHK Stade. „Attraktive und verlässliche Rahmenbedingungen sind unerlässlich, um wirtschaftliche Entwicklungen zu ermöglichen und zu sichern, und zwar im gesamten Elbe-Weser-Raum.“, so Bartsch weiter.
In diesem Sinne ist es wichtig, dass sich die Wirtschaft des Elbe-Weser-Raum in die politische Diskussion einbringt, eigene Positionen formuliert und Forderungen äußert, die für die Herstellung beziehungsweise Aufrechterhaltung gleichwertiger Lebensverhältnisse von hoher Bedeutung sind. Die IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum hat deshalb acht Themenfelder mit starker wirtschaftlicher Relevanz in den Fokus genommen. Das Spektrum reicht dabei vom Arbeitsplatzangebot über die Breitband- und Mobilfunkversorgung bis hin zur Verkehrsinfrastruktur. Einer aktuellen Situationsbeschreibung folgt dabei jeweils eine Analyse mit konkreten Forderungen zu der Frage, was der Elbe-Weser-Raum jetzt braucht. Die IHK zeigt damit auf, bei welchen Standortfaktoren Handlungsbedarf besteht und bringt Denkanstöße und Maßnahmen in die Diskussion ein. „Es kann nicht sein, dass wir bei der Nutzung digitaler Lösungen so zögerlich sind und der Ausdünnung von Versorgungsangeboten in der Fläche nicht stärker begegnen. Versorgungslücken im Bildungs- oder Gesundheitsbereich beispielsweise dürfen gar nicht erst entstehen.“, mahnt Martin Bockler, Leiter Standortpolitik bei der IHK.
Gleichwertige Lebensverhältnisse sind eine wesentliche Voraussetzung für Chancengleichheit und damit langfristig prosperierendes wirtschaftliches und gesellschaftliches Miteinander. Den Menschen und den Unternehmen dürfen keine Nachteile daraus entstehen, in einer bestimmten Region ihren Lebensmittelpunkt oder Standort zu haben.
Die Positionierung der IHK zu gleichwertigen Lebensverhältnissen ist im Internet verfügbar unter www.stade.ihk24.de/leben.

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