CUXHAVEN re · Die Tourismus- und Veranstaltungswirtschaft steht seit Ausbruch der Corona-Pandemie auch im Elbe-Weser-Raum vor täglich neuen Herausforderungen. „Viele Unternehmerinnen und Unternehmer vermissen jetzt eine Perspektive, wie und wann bei sinkenden Inzidenzwerten an einen Neustart zu denken ist“, fasst Philipp Rademann (Foto: tw), Leiter der Cuxhavener Geschäftsstelle der IHK Stade, das aktuelle Meinungsbild in der Branche zusammen.

„Hotels und Gaststätten haben mit hohem Verantwortungsbewusstsein im vergangenen Jahr erfolgreiche Hygienekonzepte umgesetzt“, ergänzt Carsten Weber, Hotelier in Cuxhaven und zugleich Vorsitzender des Tourismusausschusses der IHK Stade. Jetzt gelte es daran anzuknüpfen und rechtzeitig die Weichenstellungen für eine Wiedereröffnung von Hotels, Gaststätten und Campingplätzen zu schaffen. „Erforderlich ist ein abgestimmtes Vorgehen der norddeutschen Küstenländer, wenn dies die Inzidenzwerte erlauben“, so Weber weiter. Die Unternehmerinnen und Unternehmer im Kammerbezirk appellieren an die Politik, Fehler aus dem vergangenen Jahr nicht zu wiederholen. „Ein Durcheinander von länderspezifischen Regelungen schadet der Branche und führt zur Wettbewerbsverzerrung“, bekräftigte Weber. Der Cuxhavener Hotelier begrüßte in diesem Zusammenhang den von der schleswig-holsteinischen Landesregierung vorgelegten Stufenplan, der eine gute Grundlage für eine abgestimmte und verlässliche Wiedereröffnung der einzelnen Branchen gebe.

„Die aktuelle Situation der Tourismusbetriebe im Elbe-Weser-Raum zeigt, dass weitere Förderangebote erforderlich sind, um die weitere Modernisierung der Branche zu begleiten“, betont Rademann. Der große Bedarf zeige sich beispielsweise darin, dass vorhandene Fördertöpfe für das Gaststättengewerbe auf niedersächsischer Landesebene bereits voll ausgeschöpft seien. „Hier ist die Landespolitik gefragt, nachzujustieren“, so Rademann. Zudem müssten die zugesagten Hilfen für die Unternehmen jetzt endlich ausgezahlt werden. „Die Unternehmerinnen und Unternehmer sind auf diese Liquidität zwingend angewiesen“, bekräftigte der IHK-Vertreter abschließend.

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