HANNOVER re · Die neue Kulisse der nitratsensiblen Gebiete, die Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast und Umweltminister Olaf Lies am heutigen Montag vorgestellt haben, wertet Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies (Foto: Landvolk Niedersachsen) als „Schritt in die richtige Richtung“.

„Damit wird ganz klar die Forderung des Landvolks nach mehr Regionalisierung erfüllt. Es konnte ja nicht sein, dass eine rote Messstelle in manchen Gegenden gleich mehrere grüne Stellen zunichtemacht. Wir begrüßen auch die geplante Berücksichtigung einzelbetrieblicher Daten – bis dahin ist es aber noch ein sehr weiter Weg. Es ist aber zumindest ein großer Schritt in Richtung einer ausgewogenen Düngearbeit und wird der Situation auf den Betrieben besser gerecht“, erklärt Hennies.

Es besteht allerdings die Sorge, dass die Laborkapazitäten für die künftigen Entnahmen der Proben nicht ausreichen werden. Das Landvolk Niedersachsen fordert deshalb den Aufbau eines repräsentativen Probeentnahmesystems durch die Landwirtschaftskammer und die Wasserschutzberatung.
Erheblichen Diskussionsbedarf gibt es noch bei phosphatsensiblen Gebieten. „Hier müssen wir schauen, dass die Landwirte mit Moorboden-Bewirtschaftung nicht zu sehr benachteiligt werden“, bekräftigt Hennies abschließend.