BREMEN re · „Ob gefärbte Ostereier nachhaltig sind, lässt sich leider nicht erkennen“, bedauert Antonia Selle vom Naturschutzbund (NABU) Bremen. Gekochte und gefärbte Eier seien von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen. Aber erst durch genau diese auf die Eier aufgedruckte Kennzeichnung können Verbraucher erkennen, ob die Haltungsbedingungen der Hühner nachhaltig und tiergerecht sind.

Als Alternative rät die NABU-Klimaschützerin zum Kauf normaler, ungefärbter Eier aus entsprechender Haltung und diese anschließend selbst zu färben. „Die Vielfalt der Farben, die in der Natur vorkommen, ist gigantisch. Einige dieser Farben eignen sich auch hervorragend zum Färben von Eiern“, schwärmt Selle begeistert. Zwiebelschalen, Rote Bete, Kurkumapulver und Brennnessel färben ganz wunderbar. „Wenn man die Eier anschließend noch mit etwas pflanzlichem Öl abreibt, bekommen sie obendrein einen wunderbaren Glanz“, erzählt sie weiter.

Zudem lassen sich mit einfachen Tricks Muster auf die Eier bringen, bemerkt Selle, die im Rahmen einer Förderung durch die Nationale Klimaschutzinitiative zahlreiche Anleitungen für die Nutzung von Naturfarben erstellte. Mit Zitronensaft kann nach dem Färben jedes beliebige Muster auf die Eier gemalt werden, oder die Ostergrüße für die Liebsten. „Auch Abdrücke von Blättern oder anderen Formen können die selbst gefärbten Eier verzieren“, ergänzt Antonia Selle. Die genauen Anleitungen dazu geben die DIY-Tipps auf der NABU Website www.NABU-Bremen.de unter „Klimaschutz im Alltag“ – oder die Onlineveranstaltung „Ostereier färben mit Naturfarben“ am 31. März. Anmeldung unter (0421) 48 44 48 70.

Foto: NABU Bremen