Positive Bilanz

Mrz 25, 2021

Zogen ein positive Bilanz des letzten Jahres: Der Vorstandsvorsitzende Ralf-Rüdiger Schwerz (r.) und sein Stellvertreter, Marktvorstand Kai Mangels Foto: tw

CUXHAVEN tw · Seit 190 Jahren steht die Stadtsparkasse für Verlässlichkeit und Vertrauen, auch in Cuxhaven, wie der Vorstandsvorsitzende Rüdiger Schwerz bei einem Pressegespräch betonte. Zwei Werte, die sich in der jetzigen Corona-Pandemie bewährt hätten. „Wir sind für unsere Kunden ein Fels in der Brandung“, so Jens Woitack, Bereichsdirektor Firmenkunden, und was es bedeute einen starken Partner an der Seite zu haben, habe sich im letzten Jahr bewiesen. Denn die Qualität einer Beziehung zeige sich vor allem in schlechten Zeiten. Schon beim ersten Lockdown im März letzten Jahres „haben wir einen Rettungsschirm über unsere gesamte Kundschaft gespannt“. Bei rund 1.000 Darlehen wurde unbürokratisch die Tilgung ausgesetzt, Kfw-Hilfskredite durchgereicht und Überbrückungskredite gewährt. Ein Vertrauen, dass auf Gegenseitigkeit beruhe, wie Schwerz und Woitack betonten. Denn in der Sommersaison, die durch geringe Corona-Zahlen und ein hohes Tourismusaufkommen geprägt war, seien die Raten wieder gezahlt worden.

Von der Tilgungsaussetzung profitierten aber nicht nur die Firmenkredite, sondern auch Konsumenten- und Hauskredite, wie Thomas Westphal, Bereichsleiter Privatkunden aufzeigte. „Das Vertrauen das wir in unsere Kunden gesetzt haben, hat sich bewahrheitet.“

Das „Aufatmen“ sei jedoch nur von kurzer Dauer gewesen. Da jetzt auch Ostern ausfalle, brauche es eine ausgewogene Lösung zwischen Pandemie und Wirtschaft. Und umso wichtiger sei es jetzt, dass die Überbrückungshilfen fließen und bei den Kunden ankommen. Denn „Bürokratie und Pandemie passen nicht zusammen“, wie Schwerz befand.

„Was wir nicht erwartete haben, war der Börsencrash“, so Westphal. Was in der Folge zu einem noch nie dagewesenen Wertpapierzuwachs um 60 Prozent im letzten Jahr geführt habe. „Ein positives Zeichen, zeigt es doch, dass die Menschen glauben, dass es weitergeht.“ Gleichzeit sei auch noch nie so viel in Immobilien und Immobilienfonds investiert worden. Auf der anderen Seite werde aber auch immer mehr Geld auf den Girokonten geparkt. Die hohen „Sichteinlagen“ seien eine große Herausforderung, so Marktvorstand Kai Mangels. Darum sei eine gute individuelle Beratung wichtig, um Alternativen aufzuzeigen, denn „Altersvorsorge baut nicht auf Sichteinlagen auf“.

Neben dem Krisenmanagement kam auch das normale Banking nicht zu kurz. „Wir konnten sogar einen erfreulichen Zuwachs um 40 Millionen beim Kreditgeschäft verzeichnen“, so Woitack. Das Kreditvolumen lag somit im letzten Jahr bei 788 Millionen Euro. Die Bilanzsumme lag bei 1,1 Milliarden Euro, wie Michael Malter, Bereichsdirektor Betriebswirtschaft aufzeigte. Ein Zuwachs von 85 Millionen Euro getragen vom Kundengeschäft, das insgesamt bei 2,2 Millionen Euro lag. Die Kundeneinlagen beziffern sich auf 872 Millionen Euro, der Jahresüberschuss beträgt 1,1 Millionen.