LANDKREIS re · „Die A 20 und die A 26 sind für die Infrastruktur der Küstenregion sehr wichtige und sinnvolle Projekte“. Das hat der Vorsitzende des MIT-Kreisverbandes Cuxhaven, Dr. Dirk Timmermann (Foto: Siemer), betont. Durch sie könnte die wirtschaftliche Entwicklung vorangetrieben, aber auch die Zahl der Verkehrsopfer auf den überlasteten Gemeinde-, Kreis-, Landes- und Bundesstraßen verringert werden, mahnte Dr. Timmermann. Für bestehende und künftige Unternehmen sei die verkehrsmäßig gute Erreichbarkeit ein wichtiger Standortfaktor. Dieser würde durch den Bau der beiden Autobahnen erheblich aufgewertet.

Timmermann reagierte mit seiner Erklärung auf jüngste Äußerungen des Koordinationskreises der Bürgerinitiativen und Umweltverbände, die den von Verkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann in Aussicht gestellten Termin für das Ende der Bauarbeiten am Elbtunnel im Zuge der A 20 bis Ende 2030 angezweifelt hatten. „Ob sich der Termin halten lässt, werden wir sehen“, so der MIT-Kreisvorsitzende. Entscheidend sei, dass die Politik nach wie vor zu den Bauplanungen stehe, „denn sie sind für das Elbe-Weser-Dreieck und seine wirtschaftliche Zukunft von entscheidender Bedeutung“.

So sehr er die Bürgerbeteiligung und die Möglichkeit zur gerichtlichen Überprüfung von Verwaltungsentscheidungen auch grundsätzlich schätze: „Wir haben unendlich aufwändige und komplizierte Planungsvorgaben und dann auch noch Verbandsklagerechte, die wichtige und sinnvolle Projekte sehr in die Länge ziehen.“ Wie in vielen anderen Bereichen müsse auch hier der „Bürokratiewahnsinn“ endlich gestoppt und damit das Bau- und Genehmigungsrecht verschlankt werden, forderte der MIT-Kreisvorsitzende.

Kritik und Einwände könnten hilfreich sein und würden bei den Planungen entsprechend berücksichtigt. „Das muss aber auch in einem beschleunigten Verfahren möglich sein und sich nicht über Jahre und Jahrzehnte hinziehen.“