Zu einem Cuxhaven-Besuch gehört für den CDU-Landesvorsitzenden Bernd Althusmann (m.) auch ein Spaziergang auf der Duhner Promenade. Was nicht nur beim Wirtschaftsminis­ter selbst, sondern auch dem Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann (r.) sowie dem Landtagsabgeordneten Thiemo Röhler für gute Laune sorgte Foto: tw

CUXHAVEN tw · Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben. So auch Wirtschaftsminister und CDU-Landesvorsitzender Dr. Bernd Althusmann. Auf seiner Sommertour durch den nördlichen Teil Niedersachsens am Mittwoch und Donnerstag letzter Woche stand Innovatives auf dem Programm. Ein Start-up in Oldenburg, das Komponenten für Stromspeicher mit großer Lebenszyklusdauer entwickelt, die zudem noch einfach zu recyceln sind, ein Hersteller von wasserstoffbetriebenen Abfallsammelfahrzeugen und Kehrmaschinen in Osterholz-Scharmbeck und in Cuxhaven ein Unternehmen, das aus Cashew­kernen vegane Käse- und Milchalternativen herstellt.

Bei Dr. Mannah‘s erfuhr Althusmann bei einem Rundgang, dass der Betrieb nicht nur der erste europaweit war, der sich auf die Herstellung von Käse aus Cashewkernen spezialisiert hat und weltweit der erste, der hieraus auch Camembert machte, sondern die Produkte auch ausschließlich unter handwerklichen Bedingungen hergestellt werden. Und da Dr. Mudar Mannah gerne neue Sachen macht, stehen weitere Produkte auf Ackerbohnen- und Blumenkohlbasis kurz vor der Marktreife, die der Wirtschaftsminister schon einmal testen konnte.

Danach ging es weiter nach Duhnen. Denn in Cuxhaven kann man dem veganen Käse zuliebe vielleicht auch mal den Fisch links liegen lassen, als Wirtschafts-, und wie Althusmann selbst sagt, Tourismusminister, kann man diesen Wirtschaftszweig natürlich nicht außen vor lassen. Ist der Tourismus doch nicht nur für das Nordseebad, sondern für ganz Niedersachsen ein bedeutender Wirtschaftszweig, der den der Autoindustrie bei weitem übertrifft, wie Cuxhavens Erste Stadträtin Andrea Pospich deutlich machte. Und so stand am Ende des Tages noch ein Gespräch mit Vertretern der Tourismusbranche im Strandhotel Duhnen auf dem Programm.

Über 15.000 Menschen verdienen im Landkreis ihren Lebensunterhalt mit dem Tourismus. „Der Tourismus ist eine Joblokomotive und diese müssen wir weiter unter Dampf halten“, befand dann auch Althusmann und hatte denn auch zwei positive Nachrichten mit im Gepäck. „Wir kommen mit der Mobilfunkversorgung in der Deutschen Bucht einen entscheidenden Schritt voran.“ Und die Frage, ob Cuxhaven als Nordseeheilbad rezertifiziert wird, „kann ich nach heutiger Einschätzung mit ja beantworten“. Dazu passe auch, dass am 20. Juli ein Gesetz in Kraft getreten sei, das ambulante Kuren in anerkannten Kurorten wieder zur Pflichtleistung der Krankenkassen macht. „Das bedeutet zusätzlich Einnahmemöglichkeiten.“

Dringend nötig, denn auch wenn Förderprogramme für Tourismus und Gastronomie  während der noch andauernden Corona-Pandemie Wirkung gezeigt hätten, gab es im Tourismusbereich heftige Einbußen, auch wenn Cuxhaven selbst „bisher mit einem blauen Auge davongekommen ist“, wie Oberbürgermeister Uwe Santjer betonte. Aber schon ein paar Kilometer ins Landesinnere hinein sehe die Situation schon ganz anders aus. Mit unterschiedlichen Problemstellungen, wie Kristian Kamp, Vorsitzender der DEHOGA-Cuxhaven, aufzeigte. „Hier haben wir einen Fachkräftemangel, dort geht es um die Existenzsicherung.“