Die Tinte ist inzwischen getrocknet: (v.l.) Cuxhavens Oberbürgermeis­ter Uwe Santjer, Umweltminister Olaf Lies und der Leiter der Nationalparkverwaltung, Peter Südbeck, bei der Unterschrift zur Kooperationsvereinbarung Foto: Stadt Cuxhaven

CUXHAVEN re · Das UNESCO-Biosphärenreservat Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer bekommt eine neue sogenannte Entwicklungszone: Die Stadt Cuxhaven tritt mit einem Teilgebiet – von der Duhner Heide im Norden bis zum ehemaligen Munitionsdepot im Süden – der erweiterten Entwicklungszone der zukünftigen UNESCO-Biosphärenregion Niedersächsisches Wattenmeer bei. Die Gemeinden und Städte der Entwicklungszone der Biosphärenregion und die Verwaltungsstelle verstehen sich als eine Verantwortungsgemeinschaft, die die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen global unterstützt und vor Ort mit Leben füllt.
Dazu unterzeichneten der Niedersächsische Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, Olaf Lies, der Leiter der Nationalparkverwaltung, Peter Südbeck, und Cuxhavens Oberbürgermeister Uwe Santjer am Sonntag im Wattenmeer-Besucherzentrum (WattBz) in Cuxhaven eine Kooperationsvereinbarung.
„Der Titel UNESCO-Biosphärenregion ist nicht nur eine Anerkennung der ganz besonderen Kulturlandschaft, die unmittelbar an das Weltnaturerbe Wattenmeer grenzt, sondern auch ein Bekenntnis zu den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Die Biosphärenregion Niedersächsisches Wattenmeer bildet ein starkes Netzwerk, um diese Ziele vor Ort mit Leben zu füllen. Dass Cuxhaven jetzt ein Teil davon ist, sendet ein klares Signal: Wir gestalten hier die Zukunft! Gemeinsam mit der Landwirtschaft und den Menschen vor Ort bringen wir Umwelt-, Natur- & Artenschutz mit konkreten Projekten voran. Und die Region stellt sich in den Bereichen Klimaschutz und Mobilität nachhaltig und zukunftsfest auf“, betont der Umweltminister Olaf Lies am Sonntag in Cuxhaven.
Cuxhavens Oberbürgermeis­ter Uwe Santjer verdeutlicht die Unterschrift für die Stadt: „Wir legen heute den Grundstein, wie wir zukünftig miteinander leben wollen. Es gilt den Menschen und die Natur in Einklang zu bringen. Klimastadt mit Herz wollen wir sein, darauf arbeiten wir täglich hin. Mit dem Biosphärenreservat beteiligen wir uns an einem existenziellen Projekt. Cuxhaven kann zu einem Modell werden, wie Nachhaltigkeit in der Gesellschaft sowie im Tourismus, beim Küstenschutz und bei den regenerativen Energien erfolgreich vorgelebt wird. Diese Kooperation und das Vertrauen in die Partner und Gemeinden gilt es lokal zu nutzen und erfolgreich umzusetzen.“
Und auch Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung, ergänzt: „Die Kooperation mit der Stadt Cuxhaven freut mich außerordentlich. Mit der Cuxhavener Küs­tenheide, dem Wernerwald sowie dem weithin unveränderten Geestkliff dürfen wir heute Naturräume in die Entwicklungszone der UNESCO-Biosphärenregion aufnehmen, die wirklich einzigartig für ganz Deutschland sind und die uns auf völlig neuartigen Wegen die Möglichkeit eröffnen, Natur, Kultur, Tourismus, Bildung und vieles mehr nachhaltig auszugestalten.“