Geestland will Bürgerbeteiligung

Beim Thema Nachhaltigkeit setzt die Stadt auf Mitarbeit

Wünschen sich die Mitarbeit der Geestländer bei der Gestaltung der Zukunft: Sonja Thomas, Britta Murawski und Bürgermeister Thorsten Krüger Foto: sh

GEESTLAND sh · Das Klagelied des Bürgers, in dem er mangelnden Einfluss auf die Geschicke der Heimat besingt, klingt in Norddeutschland häufig falsch, in Geest­land sowieso. Neuestes Angebot an die Bürger zur Mitarbeit und Gestaltung von Geestland ist die Einführung von Bürgerforen.
Um Nachhaltigkeit wird es gehen, oder wie es Bürgermeister Thorsten Krüger formuliert, „um ein Enkelkind-taugliches Geest­land.“ Soll heißen, die heutige Generation gestaltet die Welt für die Kindes-Kinder. Was einst ein Förster für seinen Wald unter dem Begriff „Nachhaltigkeit“ bezeichnete, ist zur gesamtgesellschaftlichen Aufgabe geworden.
Dazu taugt das Mittel Bürgerforum in besonderer Weise. Er steht jedem Bürger offen, hier kann er nicht nur seine Ideen und Wünsche platzieren, hier kann er auch direkt an der Umsetzung arbeiten. Im Rathaus haben sich unter anderem Sonja Thomas und Britta Murawski des Themas Forum angenommen und für den 10. Oktober ein erstes Bürgerforum organisiert. Es wird im Lindenhof stattfinden und jeder Geestländer ist aufgefordert, sich und seine Ideen einzubringen. Bei diesem ers­ten Forum wird es auch darum gehen, Arbeitsgruppen zu bilden. Diese sollen dann ihre eigenen Foren betreiben, die die Sachgebiete Finanzen, Bildung, Mobilität, Klima und Energie, Demografie, Ressourcen und Umwelt, Arbeit und Wirtschaft sowie gesellschaftliche Teilhabe im Themenkomplex Nachhaltigkeit behandeln werden.
Da das Programm des Abends mit zwei Vorträgen um 19 Uhr beginnt, steht die organisatorische Arbeit, bei der die Arbeitsgruppen gebildet werden, ab 17.30 Uhr an. Jeder Geestländer, der sich an der Gestaltung der Zukunft beteiligen möchte, sollte dann unbedingt dabei sein.
Die beiden Vorträge haben es in sich. So wird Dirk Gratzel in seinem Vortrag „Die grüne Null“ davon berichten, was „Nachhaltigkeit“ bedeutet und wie sie sich, sofern strikt befolgt, auf den eigenen Lebenswandel auswirkt. Mit Oliver Haubner von der Bertelsmann Stiftung konnte eine weitere Koryphäe auf dem Gebiet gewonnen werden. Sein Vortrag trägt den Titel „Nachhaltigkeit geht uns alle an.“ Da nicht nur die Vorträge extrem spannend sein werden, sondern Sonja Thomas und Britta Mourawski das Interesse der Geestländer kennen, rechnen sie „mit mindestens 150 Interessierten. Es können aber auch weitaus mehr werden“. Jeder kann also die Mär von „Die da oben, wir hier unten“ widerlegen. In Geestland glaubt das sowieso keiner mehr.

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