Alter Liebe treu geblieben

Reederei Cassen Eils feiert Richtfest des neuen Info-Pavillons

Die beiden Cassen Eils Geschäftsführer Peter Eesmann (3.v.l.) und Dr. Bernhard Brons (5.v.l.) mit den Zimmermännern der Firma Ahlf GmbH aus Otterndorf Foto: Cassen Eils

CUXHAVEN re · Einige Stürme und Hochwasser musste das alte Mauerwerk des Cassen Eils Reederei-Gebäudes schon aushalten, dennoch hält man am alten Standort fest. „Das Leben vor dem Deich hat so seine Überraschungen und Einschränkungen“, sagte Cassen Eils Geschäftsführer Peter Eesmann anlässlich des Richtfestes des neuen Informationspavillon. Bei strahlendem Sonnenschein und zahlreichen Schaulustigen zelebrierte Detlef Hayungs, Zimmermann von der Ahlf GmbH aus Otterndorf den traditionellen Richtspruch: „Hoch lebe die Bauherrschaft, die uns mit diesem Bau viel Arbeit hat verschafft. Der Stadt Cuxhaven gebührt hier Dank, dafür nehme ich diesen Trank – Prost!“
Bereits 1962 hatte die Reederei das Kontor bezogen und für das damalige Leistungsangebot und als Hauptsitz genutzt. Stets war der Geruch im Eingangsbereich vom Salzwasser geprägt, wenn die Elbe mal wieder für eine Überraschung sorgte. „Als wir das Gebäude 2010 übernommen hatten, haben wir zunächst drei Fenster ausgetauscht“, erinnert sich Eesmann und weiter: „da zog es nicht mehr!“
Schon 2011 führt Eesmann erste Gespräche im Zusammenhang mit der Erweiterung des vorhandenen Gebäudes. Längst war dieses nicht mehr zeitgemäß und bot auch nicht den gewünschten Komfort für die Reisegäste. Angedacht war ein Gästeempfangszentrum, das auch über das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer informiert. Nachdem man sich betreffend dem Neuwerkverkehr Zustimmung bei der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt in Hamburg eingeholt hatte sowie bei der Metropolregion in Hamburg und Studenten der Hochschule Bremen eingebunden wurden, stand schließlich 2014 fest, dass es keine Fördermittel geben würde. „Der Vorteil war: Nun konnten wir machen was wir wollen“, sagt Eesmann. „Touristisch gesehen kennt man in Deutschland die Zugspitze und dann, dann kommt auch schon die Alte Liebe“, schmunzelt Eesmann. Hintergrund für diesen Gedanken war, dass aufgrund der mangelnden Fördermöglichkeiten abgespeckt werden musste und das ursprünglich zweigeschossig geplante Gebäude nur noch eine Ebene haben würde. Damals gab es auch noch Pläne hier mit dem im Bau befindlichen neuen LNG-Helgolandschiff anzulegen, aber man erkannte, dass es hier für alle Schiffe zu wenig Platz gäbe.
Auch wenn der Helgolandverkehr vom neuen Terminal im Fährhafen abgewickelt wird, will die Reederei künftig Hafenfahrten, Ausflugsfahrten zu den Seehunden und den Neuwerkverkehr von der „alten Liebe“ aus bedienen. Nun wird das Traditionsgebäude saniert und um einen Infopavillon erweitert, so dass Gäste hier künftig über das gesamte Portfolio der Reederei informiert werden und Tickets erhalten können. Weiterhin steht hier künftig ein wettergeschützter Aufenthaltsraum zur Verfügung. Das Gebäude soll noch in 2018 fertig gestellt werden.

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