„Die Stadt näher ans Wasser rücken“

Oberbürgermeister Melf Grantz präsentiert auf der Expo-Real in München die Entwicklungschancen Bremerhavens

Oberbürgermeister Melf Grantz (2.v.l.) erläutert vor dem Bremerhaven-Modell die Entwicklungsmöglichkeiten der Stadt dem Präsidenten des Senats, Bürgermeister Dr. Carsten Sieling, Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen und Andreas Heyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH Foto: Pusch

MÜNCHEN/BREMERHAVEN re · Das zentrale Entwicklungsthema für Bremerhaven ist neben der nachhaltigen Entwicklung von Gewerbegebieten unter dem Label Green Economy die Aufgabe, die Stadt näher ans Wasser zu rücken. Als wichtige Projekte hat Grantz in vielen Gesprächen mit Investoren die Entwicklung des Innenstadtquartiers, des Quartiers Rudloffstraße und als Großprojekt die Entwicklung des Werftquartiers vorgestellt und erläutert. „Die Chancen, mit diesen Projekten die Stadt näher ans Wasser zu rücken, werden auch von Investoren außerhalb unserer Region gesehen und mit großem Interesse verfolgt“, resümiert der Bremerhavener Oberbürgermeister die intensiven Gespräche auf der Expo-Real in München, mit die bedeutendste Messe für Immobilienentwicklung.
Das abgeschlossene Entwicklungsprojekt Havenwelten wird vielfach als Beispiel für einen gelungenen Strukturwandel am Wasser zitiert. „Jetzt möchten wir das sogenannte Innenstadtquartier entwickeln, das den Übergang von den Havenwelten zur Innenstadt gestaltet.“ Ein zentrales Thema ist dort die Colmubusstraße, die Havenwelten und Innenstadt trennt, zu überbrücken. Wie das geschehen kann, wird derzeit untersucht. Mit der Aufgabe des Finanzamtsgebäudes bieten sich große Entwicklungspotentiale in diesem Gebiet, ist Grantz überzeugt.
Großes Potential bietet nach Meinung des Oberbürgermeisters das Entwicklungsgebiet Rudloffstraße, das als Urbanes Quartier die Stadt näher ans Wasser rücken soll und auch hier können die Havenwelten in Zukunft noch enger an die Stadt gebunden werden. Das soll auch im Süden der Stadt geschehen mit dem geplanten Werftquartier. Es umfasst die Flächen zwischen der Georgstraße im Osten und dem Fischereihafen im Westen. Bereits mit dem Stadtumbauprojekt „Geestemünde geht zum Wasser“ sowie den Projekten der FuE-Meile wurde die Reaktivierung brachliegender Hafenareale in zentraler Lage (Holz-, Yacht- und Handelshafen) für eine städtebauliche Neuordnung eingeleitet und bislang abgeschottete Uferbereiche der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Diese Wasserlagen sind attraktive Standorte für Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Wissenschaft und Forschung. Sie stellen einen unverzichtbaren Teil der Stadtentwicklung Bremerhavens dar. „In Geestemünde und im nördlichen Fischereihafen bietet sich die Chance, auf den dortigen Gewerbebrachen der Stadt und den Industrieflächen des Landes sowie rund um den Handels- und Werfthafen ein neues urbanes Quartier zu entwickeln, in dem Wohnen und Arbeiten eng verflochten werden, um neue Perspektiven für entsprechende Arbeitsplätze und attraktive Wohnstandorte zu bieten. Entsprechend seiner exzellenten Lage, seinen evidenten Entwicklungspotentialen und seiner Dimension von ca. 110 ha stellt das Werftquartier einen wichtigen Meilenstein in der Stadtentwicklung Bremerhavens dar.“ So Grantz, der auch betonte, dass die Hoheit bei der Entwicklung dieses Gebiets bei der Stadt Bremerhaven liege. „Wir als Stadt werden diesen Entwicklungsprozess steuern.“
Im Bereich der Gewerbegebiete stellte Grantz die Vorhaben für die unter dem Stichwort Green Economy bezeichneten Projekte vor: Leuchtturmprojekt in diesem Zusammenhang soll und wird ein nachhaltiges Gewerbegebiet sein, das derzeit im Süden der Stadt in unmittelbarer Nachbarschaft zum größten Naturschutzgebiet des Landes Bremen entsteht und ökologisch wirtschaftenden Unternehmen optimale Bedingungen bietet.

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