„Arbeit, die Anerkennung verdient“

AOK-Fördergelder für die Hospizdienste im Landkreis

Die Mitglieder der fünf Hospizgruppen im Landkreis trafen sich mit Vertretern der AOK zu einem Erfahrungsaustausch Foto: tw

LANDKREIS tw · Sie sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken – die Hospizdienste, die sterbenden Menschen ein würdevolles Leben bis zum Ende ermöglichen. Die ambulante Betreuung zu Hause ist im Landkreis immer stärker gefragt, wie ein Treffen der fünf Hospizgruppen im Landkreis (Hospizgruppe Land Hadeln, Ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst Cuxhaven, Kinderhospizverein Cuxhaven-Bremerhaven, Ambulanter Hospizdienst des Diakonischen Werkes des ev.-luth. Kirchenkreises Wesermünde, Hospizverein Loxstedt) am Donnerstag vergangener Woche im AOK-Gesundheitszentrum deutlich machte. „Eine harte Arbeit, die viel Anerkennung verdient“, würdigte Volker Wacker, Bereichsleiter Versichertenservice bei der AOK den Einsatz der ehrenamtlichen Mitarbeiter.
Anlass des Treffens war die Förderung der Hospizvereine durch die Krankenkassen, die damit einem gesetzlichen Auftrag folgen. Der jetzt rückwirkend für 2017 gezahlte Förderbetrag beläuft sich von Seiten der AOK für Niedersachsen auf 2,65 Millionen Euro. Im Landkreis Cuxhaven erhalten die Hospizgruppen gut 96.000 Euro. Finanziert wird mit der Förderung die Aus- und Weiterbildung der ehrenamtlichen Sterbebegleiter sowie die notwendigen Personal- und Sachleistungen.
Damit hat sich die Förderung in den letzten zehn Jahren vervierfacht. Hierin drückt sich auch die starke Zunahme der Sterbebegleitung durch die Hospizdienste aus.
Doch nicht nur die Sterbebegleitung, auch die Trauerarbeit nimmt ein immer größeres Feld der ehrenamtlichen Arbeit ein. „Die Ausbildung hierzu müssen wir selber tragen“, sagte Birgit Meyer von der Hospizgruppe Land Hadeln. Eine Arbeit, die eigentlich auch mitfinanziert werden müsste, wie die Vertreter der Hospizvereine fanden. Eine Antwort auf die Frage warum diese nicht finanziert wird, oder ob es möglich wäre nicht ausgeschöpfte Fördergelder für die Sterbebegleitung umzuwidmen, konnte Wacker nicht geben. Aber er ist zuversichtlich. „Vor 20 Jahren hätten wir nicht geglaubt, dass sich die Gesellschaft so für die Sterbebegleitung öffnet.“ Entsprechendes würde auch in der Trauerarbeit geschehen, ist er sich sicher. Zudem empfahl er, das Thema auch politisch aufs Schild zu heben. Denn in einem konnte er den Vertretern der Hospizdienste nur Recht geben: Eine frühe Trauerarbeit kann vieles abfedern.
Wer Interesse hat, sich in den Hospizvereinen ehrenamtlich zu engagieren, die Diens­te mit einer Spende unterstützen möchte oder die Hilfe der Hospizgruppen benötigt, erhält weitere Informationen unter folgenden Telefonnummern und Internetadressen: Hospizgruppe Land Hadeln: (04751) 90 01 90, www.hospizgruppe-land-hadeln.de; Hospizgruppe Cuxhaven: (04721) 510 92 55, www.hospizgruppe-cuxhaven.de; Kinderhospizverein Cuxhaven-Bremerhaven: (0800) 626 32 52, www.kinderhospiz-cuxhaven.de; Ambulanter Hospizdienst des Diakonischen Werkes des ev.-luth. Kirchenkreises Wesermünde: (04745) 78 34-200, www.kirche-wesermuende.de/wir_fuer_sie/diakonisches_werk/hospizdienst; Hospizverein Loxstedt: (04744) 469 91 31; www.hospizver­ein-loxstedt.de.

avatar
  Benachrichtigung  
Benachrichtige mich zu: