Cuxhaven und der Fisch – So fing es an

Vortrag im Museum "Windstärke 10"

Verpacken von Fisch bei Hussmann & Hahn Foto: Windstärke 10

CUXHAVEN re · Ende des 19. Jahrhunderts nahm die Entwicklung der Hochseefischerei von den Weser-Häfen wie auch von Hamburg und Altona aus einen raschen Aufschwung. Nur Cuxhaven, das angesichts seiner Lage an der Mündung der Elbe eigentlich ideal geeignet als Standort für die neue Schleppnetzfischerei unter Dampf gewesen wäre, blieb weiterhin als Fischereihafen eher unbedeutend. Warum sich die Mutterstadt Hamburg erst spät entschloss, ihren Außenposten an der Elbmündung zum Anlaufpunkt der Fischdampfer zu machen, davon berichtet Horst Huthsfeldt in einem Vortrag am Mittwoch, 13. Juni, ab 19.30 Uhr im Museum “Windstärke 10”.
Tatsächlich gab es zahlreiche Widerstände zu überwinden, bis in Cuxhaven Anfang 1908 endlich die Eröffnung des Seefischmarktes gefeiert werden konnte. Ohne die Intervention namhafter Persönlichkeiten wie des legendären Hapag-Direktors Albert Ballin und ohne unternehmerisches Engagement wäre die schon sprichwörtliche Verbindung “Cuxhaven und der Fisch” (so der Titel der aktuellen Sonderausstellung des Museums “Windstärke 10”) wohl nicht zustande gekommen.
Horst Huthsfeldt, als Geschäftsführer der Kutterfischzentrale selbst eng mit der Fischindustrie verbunden, hat in jahrelangen Recherchen den Anfängen des Cuxhavener Seefischmarktes und den dabei wichtigen Personen und Institutionen nachgespürt. Damit der junge Standort der Trawlfischerei unter Dampf tatsächlich auch zu einem Erfolgsmodell werden konnte, bedurfte es zahlreicher Anstrengungen. Der zunächst rasche Aufwärtstrend wurde 1914 durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs jäh gestoppt, setzte sich nach dem Krieg trotz vieler Schwierigkeiten aber fort. 1924 schließlich wandelte die Stadt Hamburg den bisher in staatlicher Regie geführten Seefischmarkt in eine GmbH um.
In seinem Vortrag lässt Huthsfeldt diese ersten anderthalb Jahrzehnte des Hochseefischereistandorts Cuxhaven Revue passieren. Viele große Namen dieser Zeit wie zum Beispiel der des Fischereidirektors Hans Julius Lübbert oder der Firmen der ersten Stunde wie Hussmann & Hahn sind in der Stadt unvergessen. Heute, 110 Jahre nach Gründung des Seefischmarktes, sind sie Teil des spannenden und informativen Blicks zurück zu den Anfängen der Großen Hochseefischerei in Cuxhaven.
Der Eintritt zu der Veranstaltung beträgt vier Euro.

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