Die Vielfalt der Theaterwelt

Stadttheater-Spielplan für die neue Saison vorgestellt

Hoffen auf eine ebenso erfolgreiche Saison wie in der vergangenen: Janina Pahl und Günther Schlechter vom Fachbereich Kultur und Kulturdezernentin Petra Wüst (v.l) Foto: tw

CUXHAVEN tw · Auf eine erfolgreiche Saison des Stadttheaters Cuxhaven können Günther Schlechter, Leiter des Fachbereichs Kultur, und sein Team zurückblicken. Seit 25 Jahren ist Schlechter für die Programmplanung im Stadttheater Cuxhaven zuständig. Am Mittwoch letzter Woche stellte er zum letzten Mal im Rathaus das Programm für die neue Saison 2018/2019 vor, da er im Herbst in den Ruhestand geht. Doch zuvor konnte er auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken. „Die Auslastung der letzten Jahre lag immer über 90 Prozent, im letzten Jahr sogar bei 95 Prozent. Mehr geht nicht“, freute er sich. 17 von 19 Abo-Stücken waren ausverkauft „Das zeigt, dass wir die richtige Wahl getroffen haben.“ Auch die Zahl der Abonnenten ist in den letzten sieben Jahren um 25 Prozent gestiegen. Das weiß auch Kulturdezernentin Petra Wüst zu schätzen, die sich bei Schlechter für die hervorragende Arbeit bedankte. „Sie haben immer erkannt, wo die Interessen der Besucher liegen.“
Auch in diesem Jahr spie­gelt der Spielplan mit Klassik und Komödie, Kabarett und Comedy, Musical und Konzert die große Vielfalt der Theaterwelt wider, mit einem Schwerpunkt auf aktuellen und gesellschaftspolitischen Themen.
So geht etwa das Stück „King Charles III.“ von Mike Bartlett der Frage nach, was passiert wenn Queen Eliza­beth das Zeitliche segnet. Ein zeitgenössisches Stück ganz in der Tradition eines Shakespeare‘schen Königsdramas. Die Ränkespiele der Mächtigen werden in „Mr. President First“ von Stefan Zimmermann aufs Korn genommen und in der Welt-Uraufführung des Theaterstücks „Oskar Schindlers Lis­te“ von Florian Battermann wird die Geschichte des deutschen Unternehmers, dem es gelang mehr als 1.000 Juden vor den NS-Vernichtungslagern zu bewahren, „von hinten aufgerollt“. „Heilig Abend“ von Daniel Kehlmann ist ein Verhör-Thriller, indem es um einen terroritischen Anschlag geht, der möglicherweise verübt werden soll. In „Wunschkinder“ von Lutz Hübner und Sarah Nemitz geht es um große Kinder und große Sorgen und in „Die Tanzstunde“ von Mark St. Germain um einen Mann mit Asperger-Syndrom gespielt von Oliver Mommsen mit Tanja Wedhorn an seiner Seite. Ein Stück, das bereits ausverkauft ist. Auch weitere bekannte Künstler geben sich am Stadttheater Cuxhaven die Klinke in die Hand, wie etwa Jutta Speidel, Heiner Lauterbauch, Wanja Mues, Herbert Hermann, Michael Lott oder Dominique Horwitz. Der deutsch-französische Schauspieler und Sänger ist mit dem Stück „Je t‘aime … Das spektakuläre Leben des Serge Gainsbourg“ zu Gast, in dem Horwitz die Melodien und Texte Gainsbourgs in Erinnerung ruft und aus der bewegten Lebensgeschichte des Künstlers erzählt.
Ein gewagtes Experiment, das seit seiner Erstaufführung Begeisterung hervorruft, können die Besucher mit „Breakin‘ Mozart“ erleben. Ein Stück bei dem Breakdance auf die klassische Musik von Mozart trifft.
Aber auch Klassiker wie Samuel Becketts „Warten auf Godot“, Theodor Storms „Der Schimmelreiter“ in der Bearbeitung von Georg Plass oder das Neujahrskonzert mit Highlights aus Oper, Operette, Musical, Film und Schlager dürfen nicht fehlen.
Auftritte des Ohnsorg-Theaters sowie die Sonderveranstaltungen mit dem Berliner Kabarett-Theater „Distel“, Mirja Boes und Band, Ildikó von Kürthy, Walter Plathe, Caroline Fortenbacher mit „Abba macht glücklich!“ oder die „Micheal Jackson Tribute Show“ runden das Programm ab. Und für die Kinder gibt es unter anderem das „Bambi – Waldical“ von Christian Berg oder das Musical „Feuerwehrmann Sam rettet den Zirkus“.
Das ganze Programm steht im Spielplan, der an den bekannten Stellen wie etwa in der Kulturinformation, im Rathaus und der Stadtbibliothek ausliegt und im Internet unter www.cuxhaven.de unter dem Stichwort Stadttheater heruntergeladen werden kann.

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